Schwache Angriffsleistung lässt VfR sieglos im neuen Jahr

Auswärtsspiel beim TSV Solln. Spiel Nummer 4 des neuen Jahres. Sicherlich war das 16:16 beim TSV Milbertshofen ein Spektakel gewesen, doch man wollte endlich den dritten Saisonsieg einfahren. Gegen Solln gab es im Hinspiel eine 10:14-Heimpleite, weswegen man besser abschneiden wollte. Doch leider fehlte fast die Hälfte der Mannschaft, darunter Torschützenkönig Henri, die sicheren Siebenmeterschützen Julius und Max, die Passverteiler Lukas und Janis, und zu allem Überfluss hatte Co-Trainer Krissi ein eigenes Spiel. Doch zur Freude aller ist der Engländer Tizi endgültig zurückgekehrt, wodurch man einen wichtigen Spieler wieder in den Reihen hatte. So ging es also mit Aron im Tor, und der neuen 1-5-Deckung, die man testen wollte. Diese klappte in der 1. Halbzeit besser als erwartet. Doch zurück zum Spiel. Der Anfang war unterschiedlich ausgeglichen. Mit einem 3:0 konnten die Gastgeber den Anfang gut nutzen, aber das junge Rudel konnte mit einem 4:0-Lauf erwidern. Insgesamt funktionierte die Abwehr gut und von den wenigen Würfen, welche aufs Tor kamen, konnte Aron die meisten halten. Der Angriff lief ebenfalls, denn durch das Einlaufen der Außenspieler ergaben sich Räume, die man durch Kieni, Tizi, Youssef, Nico und Pommes gut nutzen konnte. Verdient führte man so mit 8:6 zur Halbzeit. Doch wie gut die Jungs in der 1. Halbzeit gespielt haben, so sehr verloren sie den Faden in der 2. Halbzeit. Den neuen Kreisläufer bekamen die Wölfe überhaupt nicht unter Kontrolle, sodass er fünf Tore fast direkt hintereinander warf. Vier seiner fünf Tore gehörten einem 6:0-Lauf der Gastgeber an, der den jungen VfR quasi k.o. schlug. Ab dem Zeitpunkt war das Spiel eigentlich schon entschieden. Gelegentlich bäumten sich die Jungs mit teils spektakulären Paraden von Aron und Siebenmetern auf, doch dort machte sich die Abwesenheit von Max und Julius deutlich bemerkbar, denn sowohl Mohammed als auch Nico konnten nicht einnetzen. Schlussendlich war es ein durchaus verdienter 15:11-Sieg, was wesentlich knapper klingt als es war.

Fazit: Eine verkorkste 2. Hälfte wurde von der gegnerischen Mannschaft fast zu 100% ausgenutzt. Die Niederlage war durch die zweite Halbzeit durchaus verdient und obwohl der Gegner spielerisch ebenbürtig war, glaubten sie im Gegensatz zu den Garchingern das ganze Spiel über an den Sieg, weshalb es auch ein Sieg des Willens war. 

Denn mit ein bisschen mehr Willen und Konzentration würde die Lage der D-Jugend ganz anders aussehen.

 

Aron Meier