mC - Kampf bis zur letzten Sekunde – Saisonauftakt an Dramatik kaum zu überbieten

Saisonauftakt für die mC-Jugend. Zu Gast war am Sonntagnachmittag, den 24.10.2021 der SC Eching, gegen die man noch ein Jahr zuvor eine herbe Niederlage hatte einstecken müssen. Doch heute wähnten sich die Jungwölfe in besserer Verfassung und rechneten sich etwas mehr aus. Das grundlegende Ziel jedoch war, nach über einem Jahr fehlendem Spielbetrieb wieder gegen einen externen Gegner Spaß am Handball zu haben.

In nahezu voller Mannschaftsstärke, vor stets wachsender Kulisse und in den neuen, vom Männer-2-Torwart Götz Hollain, bei dem sich die Mannschaft nochmals herzlich bedankt, gespendeten Trikots, begannen die Wölfe das Spiel. Doch schnell wurde klar, dass die Partie hart umkämpft werden würde. Die Echinger erwischten einen besseren Start, konnten sich jedoch nicht mit mehr als drei Toren absetzen. Flüchtigkeitsfehler behinderten die Wölfe in ihrem Angriffsspiel, die noch Schwierigkeiten hatten, die richtige Methode zu finden, um die bestmöglichen Chancen zu kreieren. Doch durch gutes Passspiel erarbeitete man sich immer mehr Chancen. In der Abwehr hatten die Jungs anhaltende Probleme gegen den wurfgewaltigen Echinger mit der Nummer 2, der am Ende insgesamt 20 Tore warf und seine Mannschaft immer im Spiel hielt. Mit schnellen Haken und Tempowechseln brachte er die Wölfe-Abwehr zum Verzweifeln. Nachdem Dirk jedoch beim Stand von 7:10 für die Gäste seine erste Auszeit nahm, bekam die C-Jugend einige Angriffe verteidigt, sodass nicht mehr jeder Angriff der Echinger (bzw. der Nummer 2) in einem Tor mündete. Auch gegen die recht offensive Deckung der Gegner fand man mithilfe erhöhter Laufleistung und guter Passserien immer mehr Lücken und langsam, aber sicher schmolz der Vorsprung der Gäste, sodass es mit einem 12:13-Rückstand in die Halbzeit ging.

 

Mit dem Wissen, dieses Spiel ebenbürtig bestreiten und möglicherweise auch gewinnen zu können, starteten die Wölfe hochmotiviert die zweite Halbzeit, in welcher beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. Nahezu jeder Angriff resultierte in einem Tor und keine der beiden Teams konnte sich entscheidend lösen. Auch die Schnelligkeit der Angriffe und die Anzahl der Tore stieg an. Die zahlreich erschienenen Zuschauer quittierten dies mit lauten Anfeuerungsrufen. Möglicherweise verunsichert aufgrund der Lautstärke des Publikums und der stärkeren Gegenwehr, leisteten sich die Echinger immer mehr technische Fehler, da auch die weiterhin gefährliche, aber bereits deutlich erschöpfte Nummer 2 das Spiel nicht allein entscheiden konnte.

 

Bei den Garchinger Jungs hingegen durfte und konnte jeder mal Tore werfen. Der im ersten Durchgang im Tor noch etwas glücklose Jonas bewies mit drei erfolgreichen Würfen seine Fähigkeiten im Angriff und mit Toren von Nico, Lukas, Henri, Janis, Konrad, Aron, Kevin und Marc sowie auch durch einige Paraden vom Torwart Matija schien es, als ob die Wölfe das Spiel für sich entscheiden könnten. Doch der Gegner gab sich nicht geschlagen und ließ den VfR nicht mit mehr als zwei Toren wegziehen. Immer wieder gelangen dem Gegner in Person der Nummer 2 Durchbrüche mit schnellen Toren. Dies setzte sich fort bis hin zur 46. Minute, in der sich die Jungwölfe noch einmal mithilfe eines verwandelten Siebenmeters einen 2-Tore-Abstand herstellen konnten, welchen der Gegner jedoch innerhalb von zwei Minuten wieder zum 27:27-Gleichstand egalisieren konnte. Die nächsten beiden Angriffe misslangen, weswegen Trainer Dirk seine zweite Auszeit 40 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene nahm. In einer letzten Besprechung wollte die Mannschaft mithilfe von Einläufen der Außenspieler an den Kreis sich mehrere Möglichkeiten offenhalten. Die beiden Ziele waren jedoch ein Tor zu erzielen, wonach dem Gegner aber nicht mehr genug Zeit zu einem Gegenangriff bleiben würde. Mit zahlreichen Pässen startete der Angriff zaghaft. Die Abwehr des SC Eching stand nahezu lückenlos. 15 Sekunden vor Ende pfiff der Schiedsrichter noch einen Freiwurf für die Garchinger. Doch weil man sich den Ball nicht schnell genug holte, tickte die Zeit erbarmungslos runter. Fünf Sekunden vor Schluss erhielt Nico den Ball und warf aufgrund des Zeitdrucks aus gut zehn Metern auf das Tor. Noch von einem Abwehrspieler abgefälscht, prallte der Ball an die Unterkante der Latte, gegen den Rücken des Torwarts und kullerte von dort mit niedriger Geschwindigkeit über die Linie – einen kurzen Moment vor der Schlusssirene. Anschließend bestand die ganze Halle aus purem Jubel. Die ganze Anspannung, entstanden durch diesen thrillenden Handballkrimi, fiel mit einem Schlag von den Zuschauern ab. Die Mannschaft ließ sich (verdientermaßen) ausgiebig vom Publikum feiern.

 

Fazit: In einem hochklassigen Spiel setzte sich der VfR, angetrieben von lautstarken Anfeuerungsrufen des Publikums, nicht unverdient gegen einen auf Augenhöhe agierenden Gegner in buchstäblich letzter Sekunde durch und startete mit einem Erfolgserlebnis in die neue Saison, da die Wölfe im Kollektiv deutlich besser agierten als der Gegner, welcher meist nur über Einzelaktionen eines einzigen Spielers gefährlich war. Auch bemerkenswert war, dass jeder außer Torwart Matija und Fabian, der in seinem ersten Handballspiel bereits recht gut mit der Mannschaft zusammenspielte, mindestens einmal erfolgreich einnetzte. Voller Selbstvertrauen geht es am 13.11. zum TSV Ismaning II, bevor dann eine Woche später, am 21.11. um 13:00 Uhr, das nächste Heimspiel vor der Tür steht. Jeder und Jede ist zum Zuschauen herzlichst willkommen!

Aron Meier